Nachlese: Ubucon 2007 in Krefeld

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Am Vormittag des 20. Oktobers eröffnete die erste deutschsprachige Ubucon, eine Konferenz für Ubuntu und seine Community, in der Hochschule Niederrhein in Krefeld. Nach der Eröffnungsrede und der Keynode von Oliver Cleynen begann ein interessantes und reichhaltiges Vortragsprogramm. Vorträge fanden in drei Sälen parallel zu einem breitgestreuten Themengebiet statt. So waren Vorträge für den Einsteiger und den Profi mit dabei.

Zu den für den Kubuntu Nutzer interessantesten Vortägen zählten mit Sicherheit die zu Kubuntu, Amarok und KDE4. Den Anfang dabei machten Lydia Pintscher (Nightrose) und Marcus Czeslinski (Czessi) mit Ihrem Kubuntu Vortrag, der auch einiges zur Geschichte von Kubuntu preisgab. So konnte man erfahren wann und wer die ersten Kubuntu Pakete in die Ubuntu-Repositories geladen hatte und somit den Weg für Kubuntu ebnete. Es wurde ferner ein Überblick über die aktuelle Kubuntu Version (7.10 - Gutsy Gibbon) gegeben. Auch ein Überlick über die enthaltene Software und ein Ausblick auf Hardy, dem nächsten LTS Release, wurde geben. Eine rege Fragerunde schloß den Vortrag ab.Plakat der Ubucon 2007 in Krefeld

Die Präsentation von compiz durch Nick Bauermeister (aka Forlong) war einer der längsten Vorträge, da etliche, aber längst nicht alle, Funktionen gezeigt wurden, die den einen oder anderen Besucher in großes Staunen versetzten. Es fand erst ein Ende als die Zuhörer nach 18 Uhr aus dem Raum geschmissen wurden. Natürlich war es nicht nur möglich am Ende des Vorträge Fragen zu stellen. Wie von der Community gewohnt, wurden auch später noch Fragen beantwortet und Hilfestellungen gegeben. Wie z.B. beim Social Event im "Cafe Journal", wo Nick Bauermeister compiz auf dem einen oder anderen Laptop noch zum Laufen bringen durfte.

Leider waren beim Social Event nicht so viele Personen anwesend, wie erst erhofft, aber es war trotzdem sehr interessant. Man konnte sich mal in Ruhe mit anderen austauschen, bevorzugte Themen waren Linux Distributionen oder Benutzeroberflächen, wie man sich leicht denken konnte. Trotz der wenigen KDE-User, haben sich diese trotzdem behaupten können und sind nicht von der Menge bekehrt worden. Kubuntu und Amarok haben sich dann auch an einem Tisch zusammen gefunden.

Der Sonntag begann früh mit einem Vortrag über Linux4Afrika. Im Anschluß folgte der bereits angekündigte Amarok Vortrag, gehalten von Lydia Pintscher (Nightrose) und Mark Kretschmann (markey), indem man nicht nur Informationen zur aktuellen Amarok Version bekam. Es wurde ein ausführlicher Einblick in die kommende Version 2 und die dahinter stehenden Konzepte gegeben. Bevor es zur Fragerunde kam wurde noch ein Einblick in das Amarok Team selbst gegeben. Dort wurde deutlich gemacht, daß das Amarok Team ein offenes aber auch eng verbundenes Team ist, in der ein inniges Verhältnis gepflegt wird.

Kurze Zeit später begann einer der am meist besuchten Vorträge der Ubucon, der KDE4 Vortrag von Sebastian Kügler (sebas). Nach einer kurzen Einführung über KDE und dessen Geschichte gab Sebas einen Einblick hinter die Kuslissen - die Arbeiten an KDE4, die für den Nutzer nicht zu sehen sind. Damit wurde klar, warum man zwar viel über KDE4 gelesen hat, aber bis vor kurzem, nicht viel fürs Auge zeigen konnte. Im Anschluß präsentierte man einen aktuellen KDE4 Snapshot, der einiges an genialen Neuerungen zeigte.

Parallel zu KDE4 hielt Ernesto Ruge (TheInfinity) seinen Vortrag zu "ubuntu smallserver", (K)ubuntu in kleinen Unternehmen und Vereinen. Die Diskussionsrunde zu dem Vortrag, fand doch recht guten Anklang, auch wenn nur wenige Personen teilgenommen hatten. Es hat aber dafür gereicht, dass beschlossen wurde, einen Wiki-Bereich einzurichten, in dem jeder seine Meinung oder Vorschläge geben kann, wie man dieses oder jenes Problem lösen könnte. 

Wer dachte, dass die Kernel-Programmierung weit weg sei, dürfte sich dann während des Vortrages "Kernel-Programmierung" doch gewundert haben. Es ist nämlich für jeden möglich seine eigenen Module zu schreiben, wenn man nur etwas Ahnung vom Programmieren hat, wie Jürgen Quade anhand simpler Beispiele demonstrierte.

Die Ubucon endete mit dem Closing-Event. Dort wurde beschlossen, dass es nächstes Jahr wieder eine Ubucon geben wird. Alles in Allem war es ein großer Erfolg und fand viel Anklang.

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